Ilsa
U2 Richtung Seestadt Vis-à-vis setzt sich Ilsa hin. Ich lächle, sie schaut grimmig. Auch gut. Ich wende mich ab und lasse den Blick durchs Abteil schweifen. Die Ferien sind vorbei und die U2 ziemlich voll. Ich entdecke eine Spur von
U2 Richtung Seestadt Vis-à-vis setzt sich Ilsa hin. Ich lächle, sie schaut grimmig. Auch gut. Ich wende mich ab und lasse den Blick durchs Abteil schweifen. Die Ferien sind vorbei und die U2 ziemlich voll. Ich entdecke eine Spur von
Ich habe die meiste Zeit meines Lebens gedacht, ich bin eine einsame Wölfin. Ich kann nicht nur gut allein sein, nein, ich genieße es. Unabhängigkeit, Freiheit – würde ich noch weitere Tätowierungen wollen (und ja, ganz ausgeschlossen ist das natürlich
U6 Richtung Floridsdorf An der Niederhofstraße bin ich eingestiegen, habe mich auf einen freien Platz gesetzt, gedankenverloren Musik über meine AirPods gehört. Erst nach einer ganzen Weile fällt mir Viktor auf. Er sitzt ein Stück entfernt von mir schräg gegenüber.
U1 Richtung Oberlaa Wie ein kleiner Kobold sieht sie aus, als sie sich kurz vor der Station Südtiroler Platz neben mich stellt. Die grünen Augen blitzen schelmisch und freche Grübchen zeigen sich, wenn Klara lacht. Die roten halblangen Locken hüpfen
Nachdenklich stehe ich vor dem kleinen Laden, dessen Fenster mit Brettern vernagelt sind. Mit der Hand male ich ein Herz in die dicke Staubschicht, die die grüne Eingangstür bedeckt. Wie lange ist es jetzt her? 30 Jahre bestimmt. Ein Lächeln
U6 Richtung Floridsdorf Heute habe ich in der U6 Frida Kahlo getroffen. Sie steht in der Mitte des Waggons und hält sich an einem der Haltegriffe fest. Also nicht wirklich Frida, eher ihre Reinkarnation. Die Frida der Gegenwart heißt nämlich
Juni ist es und doch hängt dichter Nebel in der Stadt, als wollte der Herbst anklopfen. Ich spüre, wie sich die winzigen Tröpfchen auf meinem erhitzten Gesicht sammeln, ehe sie sich auflösen. Verschwinden, als wären sie nie dagewesen, aufgesogen von
Ein Souvenir aus Venedig Read More »
Vor langer Zeit gab es ein Königreich, in dem es keine Spiegel gab. Nicht weil sie alle zerbrochen wären, nein, in diesem Reich gab es nur das, was echt war. Selbst das Wasser zeigte kein Abbild dessen, der sich über
Das Reich ohne Spiegel Read More »
In einer anderen Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist, verschwanden irgendwann alle Farben. Die Bewohner wussten nicht, was passiert war, aber eines Morgens wachten sie auf und plötzlich war alles grau und trist. Die Sonne war nicht
So schnell kann’s gehen. Gestern noch bin ich munter durch Wien getanzt und heute liege ich in einem sterilen Zimmer, das wenig erfolgreich versucht, mit Blumenbildern und grüner Wandfarbe gegen die Tristesse anzukommen. In meiner Armbeuge steckt eine Nadel und
Als meine Niere „Hallo“ sagte Read More »
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