Seifenblasen

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Diese wunderschönen, in allen Farben schillernden runden Zauberkugeln. Federleicht schweben sie durch die Luft und in dem Moment, in dem wir sie festhalten wollen, zerplatzen sie. Lösen sich auf, als hätte es sie nie gegeben. Zurückbleibt ein winziger Tropfen, eine traurige Erinnerung an das, was war.

Wie eine geplatzte Seifenblase, so fühlt es sich an, wenn wir einen Menschen gehen lassen, mit dem wir so gerne durch die höchsten Lüfte fliegen wollten. Eben noch gingen wir Hand in Hand durch grüne Wiesen, tanzten durch den Regen, träumten von unvergesslichen Momenten, die es niemals geben würde.

Wie lange haben wir aneinander festgehalten? Unserer Seifenblase hinterhergeschaut, gestaunt, wie sie in der Sonne schimmert, wie sich unsere Leben in ihr spiegeln. Wissend, dass sie nicht von Dauer ist. Das sind Seifenblasen nie.

Wir sind uns ihrer Vergänglichkeit bewusst – und doch ziehen sie uns in ihren Bann, zeigen uns ein Leben, das genauso fragil ist wie sie selbst. Vielleicht faszinieren sie uns deshalb. Sie sind vergänglich, von so kurzer Dauer, dass jeder Moment, jede Sekunde, die sie da sind, die letzte sein kann.

Seifenblasen, sie sind wie die Liebe, die zu Ende war, noch bevor sie richtig beginnen konnte.

Der Tropfen, der bleibt, die Tränen, die wir vergießen, wenn die Illusion verschwunden ist.

Schauen in den Himmel, suchen nach ihr und sie ist fort.

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